Die neuen Weinländer wie Kalifornien, Chile, Argentinien, Australien und Südafrika haben in den letzten Jahren kontinuierlich an Marktanteil im Schweizer Wein-Markt gewonnen. Dies zu Lasten der Schweizer Produzenten und der traditionellen Weinländer Frankreich, Italien, Spanien und Portugal. Jetzt zeigt die jüngste Entwicklung gemäss dem Marktforschungsinstitut IHA-GfK einen Break: Die neue Welt verliert um 0.7 Prozent-Punkte. Gewinner sind die Schweizer mit einem Wachstum ihres Marktanteils von 0.8 Prozent-Punkten!
Der Weinmarkt in der Schweiz, gemessen am Detailhandelsumsatz per Juli 01/Juni 02, ist mit einem Jahresabsatz von Liter 141 Mio. und einem Jahresumsatz von 1.38 Mia. Franken mengenmässig um knapp 3 Prozent rückläufig, wertmässig um 1.6 Prozent. Die grossen europäischen Weinländer können ihren Marktanteil von rund 50 Prozent knapp halten. Es sind die neuen Weinländer, die in erster Linie verloren haben und heute bei rund 10 Prozent liegen.
Kapital aus der jüngsten Entwicklung schlagen die Schweizer. Ihr Anteil am Weingeschäft beträgt neu 36 Prozent. Der Konsument hat sich wieder vermehrt den roten Tropfen aus der näheren Umgebung zugewandt. An Terrain gewonnen haben Produkte aus der Schweiz, Frankreich und Spanien. Die Schweizer Roten (0.75 l) weisen seit Herbst des letzten Jahres wieder zweistellige Wachstumsraten auf, mengen- wie wertmässig. Bei den Weissweinen bestreiten sie eh den Löwenanteil, beim Rosé teilt man sich den Umsatz mit Frankreich.

