08.01.2002

Otto Belz

"Einzigartigkeit als Schweizer Export-Produkt"

Das Instrument der KMU gegen die Macht der Konzerne.

Wer in einer Welt globaler Vereinheitlichung nicht untergehen möchte, sei es als Unternehmer oder Politiker, muss darauf bestehen, seine Einzigartigkeit zu bewahren und sogar auszubauen. Kein Land in Europa ist besser dafür geeignet als die Schweiz, die Dienstleistung "Einzigartigkeit als Wettbewerbsvorteil" ins Leben zu rufen, war die Schweiz doch seit Jahrhunderten in Europa ebenso einzigartig wie weltoffen. Diese Ansicht vertritt Otto Belz, Inhaber und Geschäftsführer des St. Galler Beratungsunternehmen perSens AG. Am Weiterbildungszentrum der Universität St. Gallen hat er seine Philosophie der Einzigartigkeit vorgestellt.

Mehr denn je müssten die Schweizer Unternehmen wieder den Mut haben, aus Massenmärkten auszubrechen und einzigartig zu werden. Belz: "Mit Feldschlösschen, Bally, Swissair und vielen anderen Firmen geht in der Schweiz eine Ära der Einzigartigkeit zu Ende. Bei richtiger Unternehmens- und Marketingführung wäre dies nicht notwendig gewesen, aber die Schweiz hat keine Führungskräfte und Strukturen mehr erlaubt für eine Rettung dieser grossen Schweizer Marken". Umso mehr sei es wichtig, neue Einzigartigkeiten aufzubauen. Dazu geeignet sind nach Belz Unternehmen der Gesundheitsbranche, wie Spitäler, vitale Tourismus-Organisationen oder auch die Staatsbetriebe Swisscom, Post und SBB. Werde dort der Aufbruch in das neue Jahrhundert verschlafen, stehe die Schweiz vor Grossrisiken, welche, jene des Swissair-Zusammenbruchs noch übertreffen.


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