19.05.2025

Visit Glarnerland

Kampagne sensibilisiert für nachhaltigen Tourismus

Die Tourismusorganisation des Kantons Glarus will mit dem Motto «Wild und unberührt – Sorg dafür, dass es so bleibt» dafür sorgen, dass die alpine Natur vor den Auswirkungen des wachsenden Tourismus geschützt werden.

Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Outdoor-Aktivitäten wie etwa dem freien Übernachten in alpinen Regionen zielt die Initiative darauf ab, Besucher und Einheimische für einen respektvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Die Kampagne von Visit Glarnerland entstand in Kooperation mit den Glarner Wanderwegen, mehreren SAC-Sektionen, der Axpo, dem Kanton Glarus, den drei Glarner Gemeinden und dem Glarner Bauernverband. Das steht in einer Medienmitteilung der Tourismusorganisation.

Im Zentrum der Kampagne stehen zehn Verhaltensregeln, darunter der Respekt vor Wildtieren, das Verbot von Wildcampen in Schutzgebieten, die Nutzung markierter Wege und die korrekte Müllentsorgung. Auch Einschränkungen wie Leinenpflicht für Hunde und Drohnenverbote in Schutzgebieten werden thematisiert.

In besonders sensiblen Gebieten wie dem Oberblegisee, dem Panixerpass und neu auch am Muttenchopf im Limmern-Gebiet wurden bereits spezifische Schutzmassnahmen implementiert. Laut Fritz Weber, Leiter des Departements Gesellschaft und Sicherheit der Gemeinde Glarus Süd, verfolge man keine generelle Verbotskultur, sondern eine gezielte Steuerung. Bei Verstössen setze man zunächst auf Information und Dialog statt auf sofortige Strafen.

Parallel zur Schutzkampagne sehen die Verantwortlichen im steigenden Interesse an Naturerlebnissen auch wirtschaftliche Chancen. Visit Glarnerland und private Anbieter arbeiten an neuen Übernachtungs- und Erlebnisangeboten, die als Alternativen zum Wildcampen dienen sollen. Diese könnten nach Aussage von Fridolin Hösli, Geschäftsführer von Visit Glarnerland, dazu beitragen, Besucherströme besser zu lenken und gleichzeitig die regionale Wirtschaft zu stärken. (pd/nil)


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