Das Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) sucht einen neuen Namen. Die ehemalige Fremdenpolizei entwickelt sich immer mehr weg vom Ordnungshüterimage und übernimmt immer mehr Dienstleistungsaufgaben. "Wir haben uns geöffnet", sagt Sprecher Christoph Müller. Über die Ein- und Ausreise sowie dem Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern wachen: das waren die zentralen Aufgaben der "Eidgenössischen Fremdenpolizei", wie das Amt im 19. Jahrhundert noch hiess. 1980 benamste es sich um in "Bundesamt für Ausländerfragen". Und jetzt wird das Namenskleid schon wieder zu eng.
"Der Charakter unseres Amtes hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt", erklärte BFA-Sprecher Müller am Mittwoch. Seit 1997 sei das Amt von 120 auf 165 Mitarbeitende angewachsen. Der Aufgabenbereich habe sich stark erweitert. Dazugekommen seien neu die Sektionen Arbeitsmarkt und Auswanderungsberatung (vom seco), die Sektion Bürgerrecht (vom Bundesamt für Polizei) und die neugeschaffene Sektion Integration. Ausserdem sei die Eidg. Ausländerkommission ans BFA angegliedert worden. Der fremdenpolizeiliche Bereich betrage höchstens noch einen Viertel, so Müller.
Die Öffnung spiegeln
Ab 2003 sollen der neue Name und das neue Logo diesen veränderten Aufgabenbereich spiegeln, bestätigte der BFA-Sprecher einen Artikel der Mittelland-Zeitung. "Wir wollen ein neues Selbstbild definieren." Vier Kommunikationsagenturen seien beauftragt worden, bis Mitte August eine Offerte auszuarbeiten. Der neue Schwerpunkt des BFA liege auf der Integration von Ausländerinnen und Ausländern. Es war deshalb auch vorgeschlagen worden, das BFA umzutaufen in "Bundesamt für Migration", wie es in vielen Kantonen üblich sei. Doch die Umbenamsung sei am Widerstand des Bundesamtes für Flüchtlinge gescheitert, das monierte habe, dass die Migrationspolitik zu seinem Aufgabenbereich gehöre.
Weg vom Polizistenimage

