Die Swissreputation Group und Pressrelations Schweiz haben zum vierten Mal eine Medienreputationsstudie von Banken in der Schweiz veröffentlicht. Die Untersuchung analysierte Beiträge von 46 Finanzinstituten aus sämtlichen Schweizer Online- und Printmedien über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Dabei wurden mittels KI-gestützter Methodik annähernd 150'000 reputationsrelevante Aussagen identifiziert und bewertet.
Die Studie unterteilte die Banken in vier Marktsegmente. Bei den Universal-/Retail-/Spezialbanken erreichte Raiffeisen mit einem Score von 90 den Spitzenplatz und die Topwerte in vier der sechs Reputationsdimensionen. Swissquote folgte auf Rang zwei, vor Clientis auf Platz drei. Die UBS erreichte Rang vier und wies wie in den Vorjahren die grösste Sichtbarkeit auf, verzeichnete jedoch kritische Werte in den Dimensionen Performance, Workplace und ESG/Sustainability.
Bei den Kantonalbanken sicherte sich die Zürcher Kantonalbank (ZKB) aufgrund ihrer nationalen Bedeutung und entsprechend grossen Medienpräsenz überlegen den Spitzenplatz. Die Berner Kantonalbank belegte Rang zwei mit dem Topwert bei Innovation, die Thurgauer Kantonalbank Platz drei mit dem besten Score in der Dimension Workplace. Die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) landete nach der Radicant-Pleite am Schluss der Rangliste dieses Segments.
Im Segment der Privatbanken führt Vontobel vor der LGT Bank und der EFG Bank. Die Julius Bär erreichte zwar die grösste mediale Reichweite aller Privatbanken, konnte diese jedoch nicht in eine starke Medienreputation umsetzen. Bei den Auslandbanken liegt J.P. Morgan klar an der Spitze und belegt in fünf der sechs Reputationsdimensionen den ersten Platz. Die Deutsche Bank folgte auf Rang zwei vor BNP Paribas und Schroders.
Zur Berechnung der Reputationsstärke wurden die Anzahl der Beiträge, die Tonalität sowie die Reichweite und Bedeutung der Medienquellen berücksichtigt. «Eine starke Medienreputation gilt als zentraler Erfolgsfaktor in der Bankenbranche», heisst es in der Medienmitteilung. (pd/cbe)


