09.07.2002

"BusinessWeek Global 1000"

Schweizer Konzerne rücken nach vorn

US-Dominanz.

Zu den 100 Firmen mit dem weltweit grössten Börsenwert gehören fünf Schweizer Unternehmen. Das ergab eine vom US-Wirtschaftsmagazin BusinessWeek publizierte Untersuchung. Von den fünf Schweizer Top-Konzernen verlor einzig die CSG Plätze. Hohes Lob zollt BusinessWeek dem Schweizer Multi Nestlé. Dessen "stetige Erträge" erhöhten die Börsenkapitalisation des Unternehmens in einem für die Aktienmärkte der Industrienationen trüben Jahr um fast 20 Prozent auf 96 Mrd. Dollar. Im Gegensatz zu Nestlés Börsenperfomance schrumpften die Aktienmärkte in den 23 erfassten Industrienationen in den letzten zwölf Monaten insgesamt um 12 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich Nestlé auf der Liste der "BusinessWeek Global 1000" vom 45. Rang auf Platz 30.

Auch der Pharmariese Novartis gehört zu den Gewinnern. Der Konzern liegt diesmal mit einem Börsenwert von 124 Mrd. Dollar auf Platz 17. Letztes Jahr nahm Novartis den 27. Rang ein. Ebenfalls vorrücken konnten Roche Holding (vom 56. auf den 43. Platz) und UBS (vom 57. auf den 47. Rang). Die Credit Suisse Group gehört auch noch zu den weltweit 100 Unternehmen mit dem höchsten Marktwert. Doch Credit Suisse fiel von Platz 76 letztes Jahr auf heuer Platz 86.

Insgesamt erfasst BusinessWeek 20 Schweizer Unternehmen unter den 1000 Gesellschaften mit dem grössten Aktienwert. Neben den fünf bereits genannten Schweizer Firmen gehören dazu Swiss Re, Zurich Financial Services, Swisscom, Compagnie Financiere Richemont, Adecco, ABB, Holcim, Serono, Syngenta, Sythes-Stratec, Swatch Group, Ciba Spezialitätenchemie, Bâloise, Lonza und Swiss Life.

Während die meisten dieser Schweizer Konzerne gegenüber dem letzten Jahr in der Rangliste vorrückten, galt dies nicht für alle. Zurich Financial fiel vom 173. auf den 212. Platz und ABB vom 218. Rang auf den 418. Rang. Auch Serono stieg ab (Platz 474, vorher 322), ebenso wie die Swatch Group (vom 668. auf den 725. Rang) und Swiss Life (2002: Platz 992, 2001: 597).

Das Stichdatum für die Errechnung der Börsenwerte in den 23 erfassten Ländern war der 31. Mai 2002. BusinessWeek stützte sich dabei auf Daten von Morgan Stanley Capital International in Genf. Gemäss der Untersuchung verlor der Telekom-Sektor am meisten Börsenwert. Die Schrumpfung betrug 34 Prozent.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen