21.03.2024

Reputationsranking

Twint schafft es erstmals an die Spitze

Die Schweizer Bezahl-App übertrumpft die Migros und führt das GFK Business Reflector Reputationsranking zum ersten Mal an. Auf Rang zwei folgt Zweifel. Den grössten Sprung nach vorne macht die SRG, sie rückt im Vergleich zum Vorjahr 12 Plätze nach vorn.
Reputationsranking: Twint schafft es erstmals an die Spitze
Kommt vor allem bei den unter 30-Jährigen gut an: Der Schweizer Bezahldienst Twint. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

In diesem Jahr führt Twint das Reputationsranking von GfK Switzerland an, wie es in einer Mitteilung heisst. Ein Unternehmen, welches aufgrund der gestiegenen Bekanntheit in der Schweizer Bevölkerung seit diesem Jahr zu den bedeutendsten 50 Unternehmen der Schweiz gehört. Anja Reimer von GFK Switzerland erläutert den Erfolg von Twint: «Das Unternehmen wird als absolutes Top-Unternehmen gesehen, das bessere Leistungen anbietet als andere Unternehmen der Branche und sich positiv von anderen Unternehmen abhebt. Insbesondere die unter 30-Jährigen bewerten Twint ausgesprochen gut.»

Jens Plath, Chief Marketing Officer von Twint sagt zum ersten Platz: «Diese Auszeichnung bedeutet uns sehr viel, denn sie unterstreicht unseren Anspruch, das alltägliche Leben der Menschen in der Schweiz zu vereinfachen und ihnen damit mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu geben. Es ist unsere Verantwortung, dem entgegengebrachten Vertrauen der Menschen in unsere Marke Twint jeden Tag von Neuem gerecht zu werden.»


Auf dem zweiten Rang liegt Zweifel, das sich um einen Rang verbessert hat und ebenfalls als absolutes Topunternehmen gesehen wird. Die Migros liegt in diesem Jahr auf Rang drei. Sie ist zwar laut Anja Reimer immer noch das Unternehmen, mit dem sich die Schweizerinnen und Schweizer am stärksten identifizieren können, hat aber insbesondere bezüglich der sozialmoralischen Wertschätzung verloren. Auf Rang vier folgt Ricola, auf Rang fünf die SBB, die sich um fünf Ränge verbessern konnte. Die SBB ist das Unternehmen, das die höchsten Werte bezüglich der ökologischen Nachhaltigkeit erzielt. Auf dem sechsten Rang liegt Rivella, die sich um drei Ränge verbessern konnte, auf Rang sieben die Mobiliar, die sich um sieben Ränge verbessert hat und somit wieder zu den Topten gehört. Auf den Rängen acht bis zehn folgen Coop, Lindt & Sprüngli sowie Geberit.

Im Vergleich zum Vorjahr erwähnenswerte Bewegungen im Reputationsranking machten Swatch, Rolex und die SRG. Die beiden Uhrenmarken rutschten 15 beziehungsweise 13 Ränge nach hinten. Die SRG hingegen machte als einziges Unternehmen satte 12 Plätze gut.

Demographische Unterschiede im Ranking

Männer beurteilen Zweifel noch etwas besser als Twint und bewerten auch Ricola leicht besser als die Migros. Frauen hingegeben bewerten Twint am besten, gefolgt von der Migros. Die Deutschschweizer bewerten Rivella, die Mobiliar, Zweifel, Geberit, Ricola und die SBB besser als die Westschweizer, wohingegen Coop und Lindt & Sprüngli bessere Werte in der Westschweiz erzielen.

Migros liegt in der Westschweiz auf Rang zwei vor Zweifel, Coop auf Rang vier. Für die Westschweizer gehören auch die Kantonalbanken, Logitech sowie ABB zu den Topten, wohingegen die Mobiliar, Geberit und Rivella hier nicht zu den zehn besten Unternehmen gehören.

Zum siebten Mal in Folge führt Rega das NPO Ranking an

Bei den Non-Profit-Organisationen führt zum siebten Mal in Folge die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega das Ranking an. Anja Reimer von GfK Switzerland bestätigt den Erfolg der Rega: «Die Rega geniesst in der Schweizer Bevölkerung hohe Sympathiewerte. Die Schweizerinnen und Schweizer identifizieren sich mit der Rega und bescheinigen ihr, dass sie erfolgreich ist und sich positiv von anderen Organisationen abhebt.»

Rega-CEO Ernst Kohler sagt zur diesjährigen Auszeichnung: «Diese Anerkennung ist ein starkes Zeichen für die Verbundenheit zwischen der Rega und der Schweizer Bevölkerung. Die Verbundenheit ist für die Rega zentral, denn ohne die Unterstützung von Gönnerinnen und Gönnern könnte die Rega in dieser Form gar nicht existieren. Wir setzen alles daran, die Luftrettung zugunsten der Schweizer Bevölkerung stetig weiter zu verbessern.»

Auf dem zweiten Platz des Rankings folgt die Schweizer Paraplegiker-Stiftung, gefolgt von dem Schweizerischen Roten Kreuz, das sich um drei Ränge verbessern konnte. Ebenfalls um einen Rang verbessert hat sich die Spitex Schweiz und liegt auf dem vierten Rang. Es folgen Ärzte ohne Grenzen, Fairtrade Max Havelaar sowie auf dem siebten Rang der TCS, der sich um 7 Ränge verbessern konnte. Auf Rang acht liegt unverändert die Krebsliga, gefolgt von Bio Suisse und dem WWF Schweiz.



Der GfK Business Reflector misst auf Basis einer bevölkerungs-repräsentativen Befragung die Reputation der 50 führenden Schweizer Unternehmen und 20 bekanntesten NPOs, vergleicht diese und stellt so jährlich einen der wichtigsten branchenübergreifenden Seismographen in der Schweizer Unternehmens- und Non-Profit-Landschaft dar. Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich wurde ein wissenschaftlich fundiertes
Messinstrumentarium entwickelt, welches Schweizer Marketeers, CSR Verantwortlichen, Unternehmen und NPOs einen repräsentativen Reputationsindex liefert. Die Ergebnisse basieren auf über 3500 schweizweit geführten Interviews, welche jeweils von Mitte Januar bis Mitte Februar erhoben werden. Ziel der Studie ist ein objektives und präzises Reputations-Monitoring.



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