Vergangenen Donnerstag fand in München die erste Transalpine Medienkompetenztagung statt. Fachleute und Verantwortliche aus Baden-Württemberg, Bayern, Luxemburg, Österreich, der Schweiz, Südtirol und Thüringen stellten Projekte vor und berieten, wie sie künftig enger zusammenarbeiten können.
An der Tagung präsentierten die beteiligten Institutionen medienpädagogische Initiativen aus ihren jeweiligen Ländern und diskutierten Formate, die sich in Schulen, der Jugendarbeit und der Erwachsenenbildung bewährt haben.
Bakom-Vize präsentiert Massnahmen aus der Schweiz
Für die Schweiz nahm Susanne Marxer an der Tagung teil, wie es in einer Medienmitteilung steht. Die Bakom-Vizedirektorin stellte verschiedene Projekte vor, darunter «Pumas» des MAZ. Damit fördert das Luzerner Medieninstitut publizistische Medienkompetenz in Ausbildung und Schule. Weitere stellte Marxer das «Bild der Woche» von Use the News vor, den SBB-Erlebniszug oder die neue Ausstellung im Verkehrshaus – alles Initiativen, welche die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Medien in der Vermittlung nutzen. Zudem präsentierte Marxer Studien des Bakom sowie die nationale Medienkompetenz-Plattform «Jugend und Medien».
Zum Abschluss unterzeichneten die Teilnehmenden eine gemeinsame Erklärung. Der Text bekräftigt die gemeinsame Verantwortung der beteiligten Institutionen, Medienkompetenz in Bildung, Gesellschaft und Kultur nachhaltig zu stärken. Medienkompetenz wird darin als unverzichtbare Kulturtechnik und zentrale Voraussetzung für demokratische Teilhabe verstanden – besonders angesichts von Desinformation, Hassrede und dem wachsenden Einfluss Künstlicher Intelligenz.
Vernetzung, Austausch, Zusammenarbeit
Das schweizerische Bakom, die luxemburgische Medienaufsichtsbehörde Alia, die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), die österreichische Regulierungsbehörde KommAustria, der Südtiroler Landesbeirat für das Kommunikationswesen (LBK), die Medienanstalt für Baden-Württemberg (LFK) sowie die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) verpflichten sich darin unter anderem zur Vernetzung, zum Austausch bewährter Projekte und zur Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe.
Der grenzüberschreitende Ansatz soll künftig helfen, erfolgreiche Projekte schneller in die Praxis zu überführen und gemeinsam neue Vorhaben zu entwickeln. (nil)

