14.01.2026

20 Minuten

Falscher Zeitstempel bei News-Ticker

Das News-Portal 20min.ch hat bei der Berichterstattung über die Brandkatastrophe in Crans-Montana fälschlicherweise einen zu frühen Publikationszeitpunkt seiner ersten Meldung angegeben.

Im News-Ticker auf 20min.ch zur Brandkatastrophe von Crans-Montana trug die erste Meldung den Zeitstempel «1.48 Uhr». Tatsächlich begann 20 Minuten mit seiner Berichterstattung erst um 6.44 Uhr – fünf Stunden später, als der Ticker suggerierte. Das ergaben Recherchen von CH Media.

Eliane Loum-Gräser, Sprecherin von 20 Minuten, hält fest: «Die erste Meldung publizierte 20 Minuten am 1. Januar um 06.44 Uhr mit Verweis auf blick.ch.» Beim Einrichten des in der Folge aufgesetzten News-Tickers sei ein Fehler bei den Zeiten geschehen, indem der Eintrag mit der ersten Meldung auf den ungefähren Ereigniszeitpunkt statt auf den Publikationszeitpunkt gesetzt wurde. Der Ticker-Eintrag wurde in der Zwischenzeit korrigiert und mit einem entsprechenden Transparenzhinweis versehen, so die Sprecherin weiter.

Der vermeintlich frühe Publikationszeitpunkt der ersten Meldung auf 20min.ch diente manchen Medien als Beleg dafür, dass private Medien schneller berichteten als die SRG. Das hat sich nun aber als falsch erwiesen. «SRF nahm die Berichterstattung über den Brand ins Crans-Montana nicht mehrere Stunden, sondern ein paar Minuten später als 20 Minuten auf», schreibt CH Media. (nil)


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KOMMENTARE

Christoph Schütz
15.01.2026 07:40 Uhr
Gute Recherche von CH-Media. Die Freiburger Nachrichten (die den Mantelteil von CH Media beziehen) bringen es fertig, ihre Beiträge regelmässig schon vor der ersten Publikation zu "aktualisieren", so steht dann z.B. gut sichtbar direkt unter dem Lead: "Publiziert: Heute, 10:02 Uhr. Aktualisiert vor einem Tag". Vielleicht tauschen sich die beiden Partner einmal zum Thema aus.
Fredy Gatuso
14.01.2026 13:23 Uhr
Die Korrektur von 20 Minuten wurden am Anfang des Tickers also zum Zeitpunkt des Updates zu unterst im Ticker hinzugefügt. Der ganze Ticker ist so lang, dass dies kaum jemand anschauen wird. Es müsste prominent platziert werden, da die Tragweite von solchen falschen News gross ist. Demzufolge müsste auch die Berichterstattung in der Weltwoche und bei Inside Paradeplatz korrigiert werden. Gut von Herrn Benini, dass er da nachgehackt hat. Der mediale Schaden ist aber bereits angerichtet...