Bei 20 Minuten ist die Absage zur Chefsache geworden. In einem Artikel machte Chefredaktorin Désirée Pomper am Dienstag publik, dass SRG-Direktorin Susanne Wille der Onlineplattform kein Interview gewähren wollte. Seit Anfang Jahr habe man zweimal um ein Gespräch gebeten im Hinblick auf die Abstimmung über die SRG-Initiative am 8. März. Beide Male sagte Wille ab. Sie beantwortete einzig vier Fragen zum Stellenabbau 2025 schriftlich.
Auf Anfrage von persoenlich.com erklärt die SRG-Medienstelle, es sei «nicht möglich, allen Medien im gleichen Detailgrad Auskunft zu geben». Warum ausgerechnet das grösste Onlinemedium leer ausging, das zudem ein jüngeres Publikum erreicht, beantwortete die Pressesprecherin nicht. Wenn sie schon keine Antworten erhielten, dachte man sich bei 20 Minuten, könne man wenigstens die Fragen veröffentlichen, die man Susanne Wille habe stellen wollen.
Auch Roger Schawinski hatte Wille erfolglos für ein Interview in seinem Radio 1 eingeladen, wie der Unternehmer gegenüber Inside Paradeplatz sagte. Ebenfalls einen Korb erhielten die Regionalsender von CH Media. Sie hatten Wille in ihre Sendung «TalkTäglich» eingeladen, wie persoenlich.com erfahren hat. Dafür sprach die SRG-Generaldirektorin im CH-Media-Podcast «Hinter der Schlagzeile» und beantwortete dort die Fragen von Chefredaktor Patrik Müller.
Welche weiteren Medien kein Wille-Interview erhielten, teilte die SRG-Medienstelle nicht mit.
KOMMENTARE
25.02.2026 07:50 Uhr

