23.05.2017

SRF

Intensive Zusammenarbeit mit ZDF und ORF

Für das kommende Jahr wurden Co-Produktionen mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro beschlossen. Den Löwenanteil bestreitet ZDF.
SRF: Intensive Zusammenarbeit mit ZDF und ORF
Aufwändiges Gemeinschaftswerk: Am Zweiteiler «Gotthard» beteiligten sich SRF, ORF und ZDF. (Bild: Screenshot Film)

«Die finanziellen Mittel von SRF sind begrenzt. Grosse Projekte wie Gotthard können wir nur dank der Zusammenarbeit mit unseren Partnersendern realisieren», lässt sich SRF-Direktor Ruedi Matter in einer Mitteilung von SRF zitieren. Im Text geht es um die Ergebnisse der Koproduktionstagung, die Anfang Mai in Zürich stattgefunden hat.

Die Programmverantwortlichen von SRF, ZDF und ORF besprachen dabei die länderübergreifende Zusammenarbeit im Bereich Fiktion. Für das kommende Jahr wurden Produktionen mit einem Volumen von über 100 Millionen Euro beschlossen, schreibt SRF. Während ZDF den Löwenanteil leiste, steuere SRF etwas mehr als 2 Millionen bei, sagt Sprecherin Andrea Wenger auf Anfrage. Das Geld werde vor allem für die Produktion der Dienstagabend-Krimis verwendet. 

Ergebnis waren allein im vergangenen Jahr die fiktionalen Grossprojekte «Das Sacher», «Gotthard» oder «Maximilian». Weitere Event-Produktionen sind geplant. Zudem werden laut der SRF-Mitteilung langjährige Produktionen wie «SOKO Wien/Donau», «SOKO Kitzbühel», «Der Alte», «1, 2 oder 3» sowie Dokumentations- und Kulturprogramme weiterhin gemeinsam realisiert.

«Wir werden unsere langjährige Zusammenarbeit weiter intensivieren. Dies unterstützt unsere Sparbemühungen ebenso wie die inhaltliche Stärkung beispielsweise bei der deutschsprachigen Serie», lässt sich ZDF-Programmdirektor Norbert Himmle zitieren. 

Die jährliche Koproduktionstagung von ORF, SRF und ZDF findet seit 1967 statt. Die länderübergreifende Zusammenarbeit umfasst sämtliche Programmgenres und verfolgt die Zielsetzung, Produktionen mit länderübergreifender Relevanz im deutschsprachigen Raum gemeinsam herzustellen. (pd/eh)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Uwe Maier
26.12.2017 23:37 Uhr
ORF,SRF und die Rechteinhaber untersagen eine Verbreitung der Programme in dt.Kabelnetzen (Ausnahme:direktes Grenzgebiet).Da gibt es für den Kabel-Kunden nichts durchzusetzen.Wie gesagt,ist es ein Luxusproblem,wenn Sie die ausländischen Programme empfangen können.Darüber sollten Sie sich nicht beschweren,sondern froh sein,solange Sie die ausländischen Programme noch empfangen können.Rein rechtlich gesehen sind z.B.ARD/ZDF reine dt.Inlandsprogramme.
Armin Keusch-Walter
16.11.2017 07:54 Uhr
@Uwe Maier: Auch in Deutschland gibt es Kabel-TV-Netze. Sollten diese die Programme von ORF und SRG nicht übertragen, liegt es an den Kunden, dies durchzusetzen.
Uwe Maier
15.11.2017 17:14 Uhr
Sehr geehrter Herr Keusch -Walter,sie sollten nicht nur an sich denken.In Deutschland kann man grösstenteils weder ORF noch SRF empfangen.Dann bleibt nur noch die ARD.Das was sie haben ist ein Luxusproblem,denn es ist nicht selbstverständlich das man die Inlandsprogramme des Nachbarlandes sehen kann.Das kann sich auch bei Ihnen ändern. Via Sat sind ORF und SRF verschlüsselt.
Armin Keusch-Walter
25.05.2017 16:40 Uhr
Werter Herr Burger, Ihre Argumentation hinkt selbst auf einem Bein. Lassen Sie mich das an meinem persönlichen Beispiel zeigen: Ich wohne in Österreich und kann über Kabel sowohl den ORF wie SRF1 und SRF2 sowie die ARD empfangen. Wenn SRF, ORF und ARD zur gleichen Zeit die gleiche Sendung ausstrahlen, nimmt man mir zwei Auswahlmöglichkeiten. Und das ist im Zeitalter des Kabels ein Anachronismus.
Reto Burger
24.05.2017 11:47 Uhr
Ich verstehe die Tatort-Argumentation nicht. Firmen wollen in der heutigen Zeit mit ihrem Content auf allen Plattformen präsent sein. Ihre Aussage wäre vergleichbar mit "in der heutigen Zeit reicht es doch, wenn der Content auf Twitter war. Da muss er ja nicht auch noch im Netz, auf Instagram, oder Youtube sein". Und, ihre Fehl-Überlegung geht noch weiter. Würde der Tatort nur auf SF ausgestrahlt werden, dann hätten die Deutschen und die Österreicher auch im Zeitalter von Kabel und SAT. nichts davon..
Armin Keusch-Walter
23.05.2017 17:29 Uhr
Dass grosse Filmprojekte wie "Gotthard" nur dank der Kooperation dreier Fernsehanstalten möglich sind, mag verständlich sein und hingehen. Weniger verständlich sind die Gemeinschaftsproduktionen billiger Fernsehshows und überhaupt von Sendungen, die in drei Programmen zur genau gleichen Zeit ausgestrahlt werden("Tatort" zum Beispiel in ORF, ARD und SRF). Das ist im Zeitalter von Kabel und Satellit ein Anachronismus.
Kommentarfunktion wurde geschlossen