25.02.2026

SRF

Klarheit zum Fahrplan für Wappler-Nachfolge

Ende April tritt Nathalie Wappler als Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) zurück. Jetzt ist klar, wann ihre Nachfolge bekannt gegeben wird.

Bald ist ein halbes Jahr vergangen, seit Nathalie Wappler ihren Rücktritt als SRF-Direktorin per Ende April 2026 bekannt gegeben hatte. In rund einem Monat dürfte also eine neue Direktorin oder ein neuer Direktor an die SRF-Spitze treten.

Um die Spitzenpersonalie ist es ruhig geworden. Zuletzt sorgte das Engagement einer Headhunting-Firma mit personellen Überschneidungen zum Nebelspalter von Markus Somm für Kritik – während dessen Frau Anita Richner als eine der Favoritinnen für die Wappler-Nachfolge gehandelt wurde (persoenlich.com berichtete).

Kein Thema war dagegen der Fahrplan des Wahlprozesses. Nun ist klar, dass der SRG-Verwaltungsrat erst nach dem 8. März, und damit nach der Abstimmung über die Halbierungsinitiative, über die Spitzenpersonalie befinden wird. Das bestätigen mit dem Vorgang vertraute Personen. Der SRG-Verwaltungsrat dürfte demnach die neue SRF-Spitze an seiner Sitzung in der Woche nach der Abstimmung wählen, respektive den Vorschlag der Deutschschweizer SRG-Sektion bestätigen und danach öffentlich darüber informieren.

Wenn die Wahl so kurz nach der Abstimmung über die SRG-Initiative stattfindet, dann wird deren Ausgang den Personalentscheid kaum mehr beeinflussen. Sprich: Die zuständigen Gremien haben sich, unabhängig davon, ob Schweizer Radio und Fernsehen den eingeschlagenen Reformkurs weiterführen kann oder drastisch zusammengespart werden muss, für die künftige Direktorin oder den künftigen Direktor entschieden.

Ebenfalls an der erwähnten Verwaltungsratssitzung geht es um eine Spitzenpersonalie im neuen Organigramm der SRG. Der oder die «Direktor:in Angebot» wird ab 2027 direkt unter Susanne Wille einen strategisch zentralen Bereich der SRG verantworten. Ihm oder ihr unterstehen die im Zuge des Reformprojekts Enavant künftig zentral gesteuerten Bereiche Sport und Fiktion. Des Weiteren fallen auch die nationalen Kanäle und dabei insbesondere die Mega-Mediathek Play+ in den Zuständigkeitsbereich. Ebenso gehören interne Marktforschung und die Aufsicht über Daten und KI zur neuen Direktion Angebot.


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KOMMENTARE

Nico Müller
25.02.2026 17:56 Uhr
Wurde die Stelle Direktor:in Angebote tatsächlich ausgeschrieben, wie SRG kommuniziert hat? Die noch vakanten Posten der neuen Direktionen «Operationen» und «Angebot» werden – nebst der bereits ausgeschriebenen Stelle Direktor:in SRF – demnächst ausgeschrieben. Gleichzeitig verändern sich die Führungsstrukturen in den Regionen. Diese werden neu vereinheitlicht, um eine stärkere Zusammenarbeit über die Regionen hinweg zu ermöglichen. Die definitive Besetzung der regionalen Leitungsteams erfolgt durch die Direktor:innen der Regionen bis Mitte 2026.