13.03.2026

SRG

Kritik an männerlastiger Geschäftsleitung

Die Neubesetzung der SRG-Geschäftsleitung unter Susanne Wille sorgt intern für Empörung. Obwohl die Generaldirektorin Frauenförderung betone, seien alle drei neuen Direktoren Männer, heisst es.
SRG: Kritik an männerlastiger Geschäftsleitung
Die drei neuen SRG-Direktoren (v.l.): Roger Elsener (SRF), Nicolas Pernet (Angebot, bisher RTR) und Moritz Stadler (Operationen). (Bilder: SRG)

Alle drei neu gewählten SRG-Direktionsmitglieder sind Männer: Roger Elsener wird per 1. Mai neuer SRF-Direktor, Nicolas Pernet wechselt intern zur neuen Direktion Angebot und Moritz Stadler übernimmt die Direktion Operationen – beide ab 1. April (persoenlich.com berichtete). Mit dem Austritt von Swissinfo-Chefin Larissa Bieler aus der Geschäftsleitung Ende März ist Wille die einzige Frau.

Mitarbeitende reagierten laut Blue News irritiert und empört – zumal Wille gleichzeitig betonte, Frauenförderung müsse auf tieferen Hierarchiestufen erfolgen. Zusätzlich stiess Willes Aussage auf Kritik, der Frauenanteil in der GL betrage 25 Prozent: Dieser Wert kommt nur zustande, wenn die HR- und Kommunikationsverantwortlichen der erweiterten GL mitgezählt werden.

Die SRG räumt gegenüber Blue News ein, dass 25 Prozent «das Minimum» sei, und kündigt an, auf tieferen Führungsebenen weitere Profile aufzubauen. Die Geschäftsleitung werde «in Veränderung bleiben» – die nächste Besetzung stehe mit der Nachfolge der RTR-Direktion bereits an. (cbe)


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