Nach mehr als 20 Jahren beim Tages-Anzeiger und Tamedia, wechselt Michèle Binswanger zum Nebelspalter. Die in Basel in Philosophie und Germanistik ausgebildete Journalistin soll beim Magazin ihren Schwerpunkt im investigativen Journalismus weiter ausbauen, heisst es in einer Mitteilung. Geplant sind ein eigener Podcast sowie ein wöchentlicher Newsletter.
«Der Wechsel zum Nebelspalter ist für mich ein Bekenntnis zu Meinungsvielfalt, zukunftsträchtigen Formaten und einer offenen Debatte», lässt sich Binswanger zitieren. Chefredaktor und Verleger Markus Somm bezeichnet den Zuzug als «grossen Gewinn»: Binswanger stehe für «unerschrockene Recherchen und unorthodoxe Stellungnahmen».
Michèle Binswanger hatte unter anderem ein Buch zur «Zuger Landammann-Affäre» publiziert. In diesem Rahmen ist sie seit mehreren Jahren in einem Rechtsstreit mit der ehemaligen Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin verwickelt. Zuletzt hatte sie Geld für ihre Prozesskosten auf der Plattform GoFundMe gesammelt (persoenlich.com berichtete). Die Kosten musste sie nicht von Anfang an selbst tragen. Tamedia hatte sie übernommen.
Ebenfalls neu beim Nebelspalter ist Roland Oetterli, der im Juni als Geschäftsführer zum Magazin stösst. Der erfahrene Verlagsmanager war zuletzt über ein Jahrzehnt CEO der ZT Medien AG. Er tritt die Nachfolge von Christian Keller an, der sich künftig auf sein eigenes Unternehmen Prime News / Kleinbasler Zeitung konzentrieren will. (pd/spo)
KOMMENTARE
07.05.2026 16:33 Uhr
25.04.2026 08:07 Uhr

