RSS-Reader, die Schlagzeilen verschiedenster Web-Quellen sammeln, mausern sich zusehends zum populären Kommunikationsmittel. Immer mehr Medien, aber auch Parteien und Behörden liefern RSS-Schlagzeilen, auch die Werbung hat das "neue" News-Format entdeckt, schreibt die NZZ in ihrer Freitagsausgabe.
RSS sammelt automatisch beliebig viele News von individuell ausgewählten Websites, die einen RSS-Feed bereitstellen. Dieser besteht aus einer in XML codierten Schlagzeile, einem thematischen Anriss sowie einem Link zur Quelle. RSS-Reader sind kostenlos oder als günstige Programme erhältlich, News-Feeds lassen sich aber auch über sogenannte Plug-Ins in Browser und E-Mail-Programme integrieren, zum Beispiel über Newsgator für Microsoft Outlook.
Obschon RSS keine neue Technologie würden viele Internet-Anwender dieses Instrument gemäss NZZ immer noch nicht kennen. Das könnte sich bald einmal ändern, denn auf immer mehr Websites tauche der Hinweis auf, dass die Nachrichten auch via RSS verfügbar seien. Diese Option würden mittlerweile viele grosse Zeitungen wie etwa die New York Times, Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, L'Express oder La Repubblica nuztzen. Auch in der Schweiz sind einige Medien auf den RSS-Zug aufgesprungen, so die Weltwoche, Le Temps, Der Beobachter, die WOZ oder Swissinfo von Schweizer Radio International sowie das Presseportal der SDA-Tochter, News aktuell Schweiz.

