Nach der Abstimmung zur Halbierungsinitiative diskutierten am vergangenen Sonntag die Pro- und Kontra-Seite im Schweizer Fernsehen über die Folgen der klaren Ablehnung. Unter anderem fragte der Moderator, wer denn in die Bresche springen solle, wenn die SRG, wie von Bundesrat Rösti gefordert, das Angebot in Unterhaltung und Sport herunterfahren würde.
Gregor Rutz, SVP-Nationalrat und Befürworter einer schlankeren SRG, sprach nur allgemein über die «Gesamtsituation», nannte aber keine konkreten Sender oder Unternehmen, auch nicht auf Nachfrage des Moderators. Daraufhin ergriff Jacqueline Badran das Wort. Die SP-Nationalrätin und Befürworterin einer starken SRG wiederholte die Frage des Moderators in Richtung Rutz: «Sag doch mal, wer! TV24 steht zum Verkauf!»
TV24 ist einer von zahlreichen TV-Kanälen, die das Medienhaus CH Media betreibt. Der Sender zeigt auch Live-Sport und in der Schweiz produzierte Unterhaltungsformate. Mit ihrer Aussage wollte Badran unterstreichen, dass es keine Privatsender in der Schweiz gibt, die der SRG das Wasser reichen können.
Kurz darauf doppelte Badran nach und sagte: «TV24 ist defizitär und steht zum Verkauf!» Auf Nachfrage von persoenlich.com, woher sie das wisse, verweist die Nationalrätin auf den Quellenschutz.
Was ist an der Behauptung dran? Peter Wanner, Verleger von CH Media, lässt sich auf Anfrage so zitieren: «Die Behauptungen von Jacqueline Badran sind Fake News und Abstimmungspropaganda. TV24 steht nicht zum Verkauf.»
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16.03.2026 17:29 Uhr

