14.12.2025

Pietro Supino

SRG-Konzession sollte angepasst werden

Für den TX-Group-Chef sollte die Rolle der SRG nicht in einer «klandestinen» Vereinbarung mit den privaten Verlegern festgelegt werden. Er rät zu einer Anpassung der Konzession noch vor dem 8. März.
Pietro Supino: SRG-Konzession sollte angepasst werden
«Ich bin für eine gute Finanzierung der SRG», so Pietro Supino in der RTS-Sendung «La Matinale». (Bild: Screenshot)

Für Pietro Supino, Verwaltungsratspräsident der TX Group, sollte sich «die SRG auf Radio und Fernsehen konzentrieren und das Geld [aus der Gebühr] nicht dafür verwenden, den Privaten in anderen Bereichen Konkurrenz zu machen», sagte er am Freitag in der RTS-Sendung «La Matinale».

Er präzisierte dabei die Forderung, die er im Mai in einem Meinungsbeitrag formuliert hatte (persoenlich.com berichtete). «Ich bin für eine gute Finanzierung der SRG, solange das Geld nicht gebraucht wird, um Private zu konkurrenzieren», ergänzte er im Zusammenhang mit der Abstimmung zur Halbierungsinitiative vom 8. März.  

«Es ist ein echtes Problem, mit öffentlichen Geldern ein Angebot zu produzieren, das dem privaten Angebot Konkurrenz macht. Es ist unmöglich, ein privates, kostenpflichtiges Angebot für Leser aufrechtzuerhalten», wenn dieses konkurrierende, durch Gebühren finanzierte Angebot existiere, argumentierte er.

Supino kritisierte in dieser Hinsicht die Vereinbarung zwischen Verlegerverband VSM und der SRG. «Dieses Problem muss in der Konzession der SRG geregelt werden und nicht in einer privaten klandestinen Vereinbarung», so der TX-Group-Chef. Am besten sollte die Konzession noch vor der Abstimmung angepasst werden, riet er.

Bei der Konsolidierung im eigenen Konzern verteidigte sich Supino gegen den Vorwurf, zur Verringerung der Medienvielfalt beizutragen. Es gebe ein «Dilemma zwischen Qualität und Vielfalt». Die Zusammenarbeit zwischen Deutschschweiz und Romandie bezeichnete er als «echte Stärke» und «Chance, die weiterentwickelt werden muss».

Ausserdem würden die Medien noch vor grossen Veränderungen stehen. «Was wir in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren an Veränderungen erlebt haben, ist weniger als das, was in den nächsten zehn Jahren kommen wird», sagte Supino. (spo)


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