15.07.2025

Radionutzung

UKW-Anteil schrumpft auf 13 Prozent

Die Schweizer Radionutzung hat sich stark in Richtung digitaler Empfangswege verschoben: Nur noch jede siebte gehörte Radiominute erfolgt über das analoge UKW-Signal. Gleichzeitig nutzt ein wachsender Teil der Bevölkerung ausschliesslich digitale Übertragungswege.
Radionutzung: UKW-Anteil schrumpft auf 13 Prozent
Doch ein Auslaufmodell? Nur noch 7 Prozent der Bevölkerung hören ausschliesslich UKW-Radio, während 79 Prozent bereits auf Digitalradio setzen. (Bild: KI-generiert, ChatGPT)

Die Schweizer Bevölkerung hört Radio mehrheitlich digital. Laut der aktuellen DigiMig-Trendanalyse für Frühling 2025, die das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Dienstag veröffentlicht hat, erfolgen 87 Prozent aller gehörten Radiominuten über digitale Empfangswege. Der Anteil der analogen UKW-Nutzung ist auf 13 Prozent gesunken.

Die Arbeitsgruppe Digitale Migration hat für die Studie 2835 Personen befragen lassen. 46 Prozent der Radionutzung entfallen auf DAB+, 41 Prozent auf IP-basierte Übertragung über Internet oder TV. DAB+ dominiert insbesondere im Auto mit 58 Prozent der dortigen Radionutzung, während zu Hause DAB+ (48 Prozent) und IP (41 Prozent) nahezu gleichauf liegen.

Regional zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen: Im Tessin ist die UKW-Nutzung besonders stark zurückgegangen, während in der Romandie DAB+ deutlich an Volumen gewonnen hat. In allen drei Sprachregionen liegt die digitale Radionutzung jedoch bei mindestens 85 Prozent.

Bei den Altersgruppen führt IP-Radio bei den 15- bis 34-Jährigen mit 56 Prozent der Nutzung. Die Generation 55+ bevorzugt DAB+ mit ebenfalls 56 Prozent.

80 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen digitales Radio, davon 57 Prozent ausschliesslich digital. Nur noch 7 Prozent hören Radio nur über UKW. 22 Prozent der Befragten nutzen eine Kombination aus analogen und digitalen Empfangswegen.

Trotz der hohen Digitalisierungsrate fordern Privatradios eine Verlängerung der UKW-Konzessionen über 2026 hinaus. Sie befürchten nach der eigenen UKW-Abschaltung ähnliche Reichweitenverluste wie die SRG, die nach ihrer UKW-Abschaltung Ende 2024 schweizweit 14 Prozent ihrer Nettoreichweite verlor. Im Nationalrat liegen bereits drei Motionen zur Weiterführung von UKW vor (persoenlich.com berichtete).

Die DigiMig-Studie wird seit 2015 halbjährlich von GfK Switzerland im Auftrag der Arbeitsgruppe Digitale Migration durchgeführt. (pd/cbe)


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KOMMENTARE

Max Röthlisberger
16.07.2025 07:46 Uhr
Habe über Nacht in meinem kleinen Universum nachgefragt. Die Ergebnisse liegen vor. Von 51 befragten Personen haben sich mit dem Abschalten von UKW 44 Personen entschieden, ganz auf Radio zu verzichten. Natürlich gibt es je nach Segment, das befragt wird, andere Resultate.
Jürg Walter
15.07.2025 18:30 Uhr
Nur 13% UKW-Nutzung, trotzdem hat SRF ein Viertel ihrer Hörer verloren. Persönlich, ich höre NUR im Auto Radio. (Blöderweise nur UKW) mich hat also, z.b. SRF zu 100% verloren..
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