29.01.2026

Privatradio

Verbände aus DACH-Ländern schlagen Alarm

In einer gemeinsamen Erklärung warnen die Privatradioverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor einem Verlust von Medienvielfalt.

Der Grund für die Dringlichkeit: Werbeerlöse fliessen in rasantem Tempo zu globalen Online-Plattformen ab und gefährden damit die wirtschaftliche Basis der Privatradios. «Was heute wegbricht, ist morgen für die Demokratie verloren», warnen die Verbände in einer Medienmitteilung.

Fünf zentrale Forderungen

Die Branchenorganisationen, darunter auch der Verband Schweizer Privatradios VSP, wenden sich darum mit der sogenannten «Linzer Erklärung» an die Politik mit folgenden Forderungen: Mehr regulatorischen Freiraum für Kooperationen in Programm, Technik und Organisation soll die Angebotsvielfalt wirtschaftlich absichern. Zudem müssten überholte Regelungen abgebaut und durch zeitgemässe Vorgaben ersetzt werden.

Bei der Finanzierung fordern die Privatradios eine faire Förderung öffentlicher Aufgaben durch ausreichend dotierte Instrumente. Besonders scharf kritisieren sie die Dominanz von Big-Tech-Plattformen: Radioangebote müssten auf digitalen Endgeräten, Sprachassistenten und im Auto diskriminierungsfrei auffindbar sein. Ausserdem brauche es mehr Steuergerechtigkeit gegenüber den globalen Online-Giganten.

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender nehmen die Verbände in die Pflicht: Diese benötigten einen klar definierten Kooperationsauftrag gegenüber Privatsendern sowie eindeutige wettbewerbliche Abgrenzungen, um Marktverzerrungen zu vermeiden. (pd/nil)


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