Diesen Sonntag veröffentlichte die SonntagsZeitung eine Recherche über die Beteiligung der Migros Zürich am deutschen Lebensmittelhändler Tegut. Die Risiken seien grösser als bisher bekannt, heisst es im Artikel.
Die Detailhändlerin habe in Deutschland hohe Mietverpflichtungen und Kredite ausstehen, schreibt die Zeitung. Ausserbilanzielle Miet- und Leasingverpflichtungen betragen demnach über 730 Millionen Euro. Insgesamt ergebe sich ein Verlust von rund einer Milliarde Franken, wenn Migros Tegut aufgeben müsse, wie die Recherche von Chefredaktor Arthur Rutishauser zeigt.
Dieser Darstellung widersprach demnach Migros Zürich. Eine solche Betrachtungsweise ignoriere insbesondere den Wert sämtlicher vorhandener Vermögenswerte vollständig, zitiert die Zeitung eine Stellungnahme.
Niedergang einer weiteren Ikone?
In einem Kasten im Artikel erfährt die Leserschaft, dass Rutishauser ein Buch zur Migros geschrieben hat, das diese Woche erscheint. «Migros am Abgrund» zeigt, wie die Migros-Manager in den letzten 15 Jahren fünf Milliarden Franken in misslungene Zukäufe gesteckt haben, kann man im Begleittext lesen.
«Es war ein teurer Irrweg, der sofort korrigiert werden muss, sonst gibt es die Migros in 10 Jahren nicht mehr», steht ausserdem in der Beschreibung des Helvetia Verlags. Mit Niedergängen von ikonischen Schweizer Firmen kennt sich Rutishauser aus. Er berichtete über Swissair und Credit Suisse. Sein Buch über die Grossbank «Game Over» wurde verfilmt (persoenlich.com berichtete). (spo)
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