25.11.2025

Mediaschneider

Operative Führung nicht mehr in Familienhänden

Moritz Schneider, der Sohn des Firmengründers, tritt vom CEO-Posten ab und wird sich auf seine «Paradedisziplinen» konzentrieren. Sein Nachfolger ist Strategieberater Christoph Bürge.
Mediaschneider: Operative Führung nicht mehr in Familienhänden
Hat Mediaschneider in Sachen Strategie beraten, bevor er zum CEO ernannt wurde: Christoph Bürge. (Bild: zVg)

Moritz Schneider hatte die operative Führung von Mediaschneider von seinem Vater im Januar 2022 übernommen (persoenlich.com berichtete). Dieser hatte die Firma 2001 als Alternative zu den internationalen Netzwerken von Mediaagenturen gegründet und etabliert. Urs Schneider ist bis heute Verwaltungsratspräsident.

Bereits vor einem Jahr hatte sich das Unternehmen reorganisiert. Die Geschäftsleitung um den CEO wurde mit Helen Seligmann und Jaykson Bilbao erweitert. Im gleichen Zug musste die Firma sieben Personen kündigen. Bilbao hatte die Firma nur einige Monate später auf eigenen Wunsch verlassen, wie Mediaschneider auf Anfrage präzisiert. Seligmann geht nun «im besten Einvernehmen».

Von Berater zu CEO

Jetzt gibt Mediaschneider bekannt, dass ein neuer CEO ab 1. Dezember das Zepter übernimmt. Christoph Bürge ist Strategieexperte. Der 58-Jährige war unter anderem Mitinhaber von KSB Krieg Schlupp Bürge und MRB Metzger Rottmann Bürge. Letztes Jahr gründete er die Beratungsfirma Smple. Mediaschneider ist ihm aber nicht ganz unbekannt: Er beriet die Agentur in den letzten Monaten im Mandat, erklärt er gegenüber persoenlich.com. Seine Beratungsfirma wird er parallel zur neuen Funktion weiterführen.  

Neu im Führungsteam ist auch Monika Mäder als Chief Client Officer. Die 38-Jährige war 14 Jahre bei der Omnicom Media Group tätig. Ab Dezember wird sie für das operative Geschäft, für die Führung der Beratung und für die ganzheitliche Mediaplanung mit allen Spezialisten in der Agentur verantwortlich sein. Alexander Gilliard bleibt Finanzchef, eine Funktion, die er seit 2020 innehat.

Moritz Schneider wird sich «erneut auf sein Spezialgebiet konzentrieren», heisst es in der Medienmitteilung. Der 40-Jährige hatte die Digitalagentur Hoy seit 2016 geführt, die 2022 in die Mediaschneider integriert wurde.

«Mit dieser Neuausrichtung der Agenturführung geben wir dem Markt und unseren Kunden die bestmögliche Organisation, damit jeder Werbefranken mehr als 100 Rappen zählt. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter und sind die starke Schweizer Alternative zu den internationalen Netzwerkagenturen», begründet Agenturgründer und Verwaltungsratspräsident Urs Schneider die Reorganisation.


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Neue Podcast-Folge: Jetzt reinhören