Der geplante Abbau von 900 Stellen bei der SRG bleibt bestehen. Vom 25. November bis zum 14. Dezember konnten die Mitarbeitenden Vorschläge einreichen, um den Stellenabbau zu verringern oder dessen Auswirkungen abzumildern, wie die SRG am Montag in einer Mitteilung schreibt. Diese Vorschläge, die verschiedene Bereiche betrafen, seien sorgfältig geprüft worden. Eine Reduktion konnte dabei laut der SRG aber nicht erreicht werden.
Tatsächlich hätten sich viele dieser Vorschläge mit den wichtigsten strategischen Schwerpunkten des Transformationsprojekts «Enavant» gedeckt, heisst es weiter. Der geplante Stellenabbau werde in den kommenden Wochen und Monaten konkretisiert. Der Sozialplan der SRG werde umgesetzt.
Rund ein Drittel der betroffenen Vollzeitstellen, also fast 300 von 900, sollen laut der SRG im Rahmen des aktuellen Kostensenkungsprogramms abgebaut werden. Diese Massnahme werde derzeit umgesetzt. Die verbleibenden 600 Stellen würden bis 2029 abgebaut. Ein Teil dieser Stellenstreichungen werde durch natürliche Fluktuation und Pensionierungen erfolgen, Entlassungen blieben allerdings unvermeidlich.
Kommunikation neu organisiert
Im November hatte die SRG den Abbau der 900 Stellen angekündigt und einen ersten Schritt zur Umsetzung ihrer Transformationspläne unternommen: Das Unternehmen schuf neue Strukturen und Prozesse für die regionsübergreifende Zusammenarbeit und verkleinerte die Geschäftsleitung (persoenlich.com berichtete)
Nun geht die Reorganisation weiter. Ab dem 1. April werden weitere Bereiche der SRG nach dem neuen Organisationsmodell geführt, das aus dem Transformationsprojekt «Enavant» hervorgegangen ist. Nach Personal- und Finanzabteilung, die bereits seit Januar entsprechend organisiert sind, folgen nun die Bereiche Angebot, Operationen, Stab sowie Kommunikation & Public Affairs. Sie werden künftig SRG-weit einheitlich geleitet. Die betroffenen Mitarbeitenden bleiben an ihren jeweiligen Standorten tätig, agieren aber fortan als Teil der Gesamtorganisation – mit dem Ziel, Synergien zwischen den Regionen besser zu nutzen. Letzte Woche gab Kommunikationschef Markus Berger bekannt, dass seine Stelle von der Transformation betroffen ist.
Bis 2029 muss die SRG 270 Millionen Franken sparen. Dies, nachdem der Bundesrat beschloss, die Radio- und Fernsehgebühren schrittweise zu senken. Die erste Stufe der Senkung tritt im Januar 2027 in Kraft. Bis dahin muss die SRG ihr Budget bereits um 125 Millionen Franken kürzen. (sda/spo)

