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Zahlt meinen neuen Namen die Krankenkasse?

Damit in einem Unrechts-Reichen-Fremden-und-Frauenhasser-Chauvi-Asozial-Militär-Indianer-Patriarchat wie der Schweizerischen Eidgenossenschaft auch wirklich und endlich alle Menschen die gleichen Chancen haben, schlägt die sozialdemokratende Basler Ständerätin Anita Fetz doch ohne jegliches Augenzwinkern vor, dass sich z.B. mein Jugo-Stammbeizer in Dietikon, der Kroate Davor Spahija, in - sagen wir mal - Jacky Petermann umbenennen lassen kann. Oder in Hans-Ruedi Kilchsperger, was hiesse, dass künftig nicht mehr ein prominenter Fernsehmann, sondern Hans-Ruedi Kilchpergers Bruder Roman höchstpersönlich jeden Freitag  im "Don Camillo" seinen Feierabendschieber klopft. Damit der Roman wiederum nicht weiterhin unter seinem von subalternen Fernseh-Blondinnen herbeigetratschten Macho-Image leiden muss, könnte er sich z.B. Anita Fetz nennen, wobei Fetz noch immer ein bisschen zu stark fetzt für eine Imagekorrektur in Richtung warmduschender Frauenversteher. Blöd wäre auch, wenn Davors Beiz plötzlich gähnend leer bliebe, weil die Gäste den Davor eigentlich ganz gerne so mochten, wie er war. Und die Sprüche von Roman selbst den notorisch Frauenden unter den GästInnen ans Decolltée gewachsen waren. Obschon man sich beim Umtaufen die tollsten Dinge ausdenken könnte - meine neue Beratungschefin Heike Rindfleisch wäre so ein Fall, wo man kreativ so richtig motiviert wäre - bin ich zuversichtlich, dass man Anitas Sauregurken-Vorschlag allerorten in der Luft zerfetzt. So gaga sind unsere National- und Ständeräte nun doch noch nicht. Geschweige denn das Schweizer Manns- und Weiber-Volk. Dagegen ernster zu nehmen ist der als Anrääägung gemeinte Vorschlaaasch von Pascal Couchepin (der sein Walliser Randzonenhandicap übrigens mit Heiri Aschwanden wegzürchern lassen könnte). Aschwandens Vorschlag geht bekanntlich so: Man könnte überlägähn, der ETH - und deren dazugehörenden Forschungs- und Bildungsstätten wie das Schèrère-Institut - einen international schlaschkräftigärän Namen zu geben. Eingedenk von Neuschöpfungen wie beispielsweise "Unique Technical Sciences of Switzerland", denen man so starke Marken wie CERN oder ETH unterordnet, wird mir jetzt schon ganz schwurbelig. Aber vielleicht verflüchtigt sich ja meine Innovationsunfreudigkeit, wenn man mich, frisch umgetauft in Pascal Fetz (oder besser: Davor Spahija?) fortan mehr einbezieht, früher um die Meinung bittet und politisch ein bisschen öfter couchelt.
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